Der Chip in der Tasche ist ein erwägenswertes Adjuvans

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Die „Paro-Leitlinie“ hat mit einigen gewohnten Interpretationen des Krankheitsbilds aufgeräumt. So kennt man traditionell aggressive und chronische Parodontitis – eine unsinnige Unterscheidung, wie man heute weiß! Denn es handelt sich hier keineswegs um unterschiedliche Erkrankungen.

Darum orientiert sich die neue Klassifizierung an der Vorgehensweise bei Tumoren, und so gibt es hier wie dort ein sogenanntes Staging (= Einstufung der Erkrankung je nach ihrer Ausdehnung, Stufen 1 bis 4) und ein Grading (= Erwartungen für das Voranschreiten der Erkrankung, Grad A bis C). Bei den Therapiemaßnahmen findet sich aber viel Bekanntes.

Das A und O besteht im „Mitnehmen“ des Patienten durch Motivation und Instruktion. Die Hauptgrundlage bildet des Weiteren das mechanische Biofilmmanagement – häusliches Zähneputzen + professionelle mechanische Plaque-Reduktion. Das hat einmal Kürettage geheißen oder SRP, doch hinter all dem verbirgt sich im Wesentlichen das gleiche.

Für die Therapiestufen gilt grob: In Therapiestufe 1 supragingival, in Therapiestufe 2 auch subgingival, in Therapiestufe 3 parodontalchirurgisch, und Therapiestufe 4 ist die UPT (unterstützende Parodontaltherapie).

Vorsicht bei Antibiotika

Interessant wird es bei den adjuvanten Therapieoptionen in Stufe 2. Fast alle sind in den Expertengremien „durchgefallen“. Als erwägenswert ausgewiesen hat man nur eine antiinfektiöse Therapie (AIT) durch Antibiose oder die lokale Gabe von Chlorhexidinbis(D-gluconat) unter verzögerter Freisetzung aus einem Matrix-Gelatine-Chip (PerioChip, Dexcel Pharma, Alzenau).

Bei Antibiotika ist Folgendes zu bedenken: Sie sollen nicht  routinemäßig eingesetzt werden, weil zum Beispiel die Gefahr von Resistenzbildungen besteht. Unter bestimmten Umständen (zum Beispiel einer künstlichen Herzklappe) kann aber eine systemische Gabe indiziert sein.

Der Chip ist erwägenswert

Für den Chip sprechen die Ergebnisse von sechs- bis neunmonatigen Nachbeobachtungen im Anschluss an die Applikation: Der Wirkstoff weist in dieser speziellen Formulierung (PerioChip) eine hohe Substantivität auf und tötet dank der verzögerten Freisetzung parodontalpathogene Keime über sieben Tage ab. Die Vermehrung solcher Keime wird sogar über bis zu 11 Wochen extrem reduziert.

Indiziert ist dieser Chip bei Taschentiefen ab 5 mm. Bei Anwendung in der Therapiestufe 2 bekämpft er wirkungsvoll etwaige Entzündungen, um später in Therapiestufe 4 bei regelmäßiger Applikation im Recall die Taschentiefe stabil zu halten oder sogar zu reduzieren.