Burnout: Erschöpft, leer, ausgebrannt

Wenn hohe Leistungsbereitschaft, starke Identifikation mit der Arbeit und der Hang zu Perfektionismus zusammentreffen, ist der Zahnarzt auf Dauer überfordert. Mit unserem Selbsttest findest du heraus, ob dir der Burnout droht.

Während bei Stress der Druck mehr von außen kommt, entsteht Workaholism ("Arbeitssucht") durch den eigenen inneren Druck, kombiniert mit sehr anspruchsvollen Zielen. Der Unterschied zwischen der normalen Erschöpfung und dem Burnout besteht darin, dass auch Erholungspausen keine wirkliche Regeneration bringen. Die normale Erschöpfung durch Stress ist mit einem Handy zu vergleichen, dessen Akku leer ist. Bei einem Workaholic ist das Ladegerät defekt, die Batterie kann nicht mehr aufgeladen werden.

Gefordert oder überfordert?

Burnout-gefährdet sind auch Zahnärzte, die ihre Praxis weiterentwickeln möchten, die sich überdurchschnittlich engagieren und besonders ehrgeizig sind. Die Erwartungen anspruchsvoller Patienten verstärken den Einsatz des Zahnarztes und seines Team.

Höchstleistung bleibt nur einige Zeit ohne Folgen, dann kommt es zu Nervosität, Fehlerhäufigkeit und Leistungsabfall. Enge Behandlungstermine, Tempozunahme und das Streben, auf allen Fachgebieten perfekt zu sein, belastet. Der Mix aus diesen Faktoren führt zum Zustand der Erschöpfung.

„Bin ich gefährdet?“ - der Selbsttest

  1. Hast du längere Praxisöffnungszeiten als andere?
  2. Denkst du oft und gerne an deine Praxis?
  3. Hast du permanent Zeitdruck?
  4. Ignorierst du das Bedürfnis nach Pausen, Ruhe, Erholung?
  5. Fällt es dir schwer, nicht zu arbeiten?
  6. Ist dir Arbeit sehr viel wichtiger als ein Hobby?
  7. Bist du oft nervös und gereizt?

Je mehr Fragen du mit „Ja“ beantwortest, desto größer ist deine Gefährdung.

Bild von Thomas Ulrich auf Pixabay