Zuschuss für Studierende der Zahnmedizin

Advertorial

Ab dem kommenden Wintersemester können sich jährlich deutschlandweit zehn Studierende der Zahnmedizin nach bestandener Vorprüfung mit 500 Euro monatlich von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt bezuschussen lassen.

Das medizin- und zahnmedizinische Studium sorgt oftmals nicht nur für Lern- und Prüfungsstress, sondern kostet auch viel Zeit, Energie und letztendlich Geld. Die KZV Sachsen-Anhalt schafft darum ab dem Wintersemester 2022/23 Abhilfe – zumindest für jährlich bis zu zehn Studierende, die sich erfolgreich auf das neue Stipendium der KZV bewerben.

500 Euro monatlich sind drin

Mit bestandener zahnärztlicher Vorprüfung („Physikum“) erhalten die Studierenden so für den Rest ihrer Regelstudienzeit 500 Euro monatlich – pauschal und nicht zweckgebunden. Die Studierenden verpflichten sich im Gegenzug dazu, ihre Vorbereitungszeit für die vertragszahnärztliche Tätigkeit in Sachsen-Anhalt durchzuführen – ob in Voll- oder Teilzeit ist dabei egal. Die KZV Sachsen-Anhalt unterstützt die Stipendiaten außerdem bei der Suche nach geeigneten Partnern zur Ableistung der Vorbereitungszeit sowie von freiwilligen und verpflichtenden Famulaturen.

Jetzt für das Stipendium bewerben

Interessierte Zahnmedizin-Studierende deutscher Hochschulen können sich vom 15. April bis 15. Juli 2022 für das Stipendium bewerben. Weitere Informationen und das Online-Bewerbungsformular stehen auf der Website der KZV LSA zur Verfügung. 

Eine Win-Win-Situation

Von den niedergelassenen Zahnärzten in Sachsen-Anhalt, die heute in Ruhestand gehen, findet nur jeder Zweite eine Nachfolge für die eigene Praxis. Die Hälfte der Praxen im Land scheidet somit endgültig aus der Versorgungslandschaft aus – mit den entsprechenden Konsequenzen für das Praxispersonal sowie die Patienten.

„500 Euro monatliches Taschengeld und ein sorgloser Übergang in die Vorbereitungszeit sehe ich als ganz klares Win-Win-Szenario für jede junge Person, die unseren wunderschönen Beruf anstrebt“, so Dr. Jochen Schmidt, Vorstandsvorsitzender der KZV Sachsen-Anhalt. „Dazu kommt, dass wir den angehenden Zahnärzten natürlich auch während ihrer gesamten Vorbereitungszeit beratend zur Seite stehen – gern auch darüber hinaus, aber das ist natürlich für die meisten Studierenden noch ferne Zukunftsmusik“.

Förder- und Stipendienprogramme

Aufgrund der Altersstruktur der Zahnärzte in Sachsen-Anhalt wird dieses Missverhältnis in den kommenden Jahren noch dramatischer. Im Jahr 2030 werden von den circa 1.600 Zahnärzten im Land kaum mehr als 800 verbleiben. Dazu Schmidt: „Diese Vorausschau ist tatsächlich beunruhigend: Es gibt keine Region und keine Stadt im Land, in der die Zahl der praktizierenden Kolleginnen und Kollegen nicht deutlich zurückgehen wird. Die KZV entwickelt deswegen gegensteuernde Konzepte, kooperiert mit den einzelnen Kommunen im Land und bietet Förder- und Stipendienprogramme an.“

Im vergangenen Jahr hat die Vertreterversammlung als oberstes Beschlussgremium der Vertragszahnärzteschaft in Sachsen-Anhalt den KZV-Vorstand mit der Bildung eines Strukturfonds zur Finanzierung von Fördermaßnahmen beauftragt. Dies ermöglicht der KZV, Förder- und Stipendienprogramme umzusetzen, die über den Strukturfonds – also mit paritätischer Beteiligung der Krankenkassen – finanziert werden. Darüber hinaus haben bereits erste Kommunen signalisiert, nicht nur Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung durch eigenes Engagement umzusetzen, sondern diese auch finanziell mitzutragen.

Titelfoto: Markus Spiske / unsplash